Am 7. Dezember 2025 lud der Förderverein um 18 Uhr zum Abendläuten zu einer Adventsfeier ins Naturerlebnisbad ein. Organisiert wird der Lebendige Adventskalender von der Evangelischen Kirchengemeinde Niestetal. Zusammen mit ca. 40 Gästen wurde gesungen und einer Geschichte über den Wichtel „Nebi und das Licht im Naturerlebnisbad“ vorgelesen. (siehe unten) Nach dem Adventssegen blieb man noch eine Weile an der Feuerschale bei warmen Getränken und kleinen Leckereien beisammen.
Wir bedanken uns bei allen Besuchern für ihr Kommen und allen fleißigen Händen für die tolle Vorbereitung. Wir hoffen jeder konnte eine Funken Licht im Herzen mit nach Hause nehmen.

Hier die Geschichte noch einmal zum Nachlesen:
“Nebi und das Licht im Naturerlebnisbad”
Im Naturerlebnisbad war der Winter eingezogen. Die Liegewiese lag unter einem dünnen Hauch Raureif, die Sonne hing tief, und über dem Wasser lag ein stilles, fast ehrfürchtiges Schweigen. Niemand merkte, dass genau in dieser Jahreszeit ein besonderer kleiner Helfer wieder erwacht war: Nebi, der Wichtel des Bades. Er hatte sich seit Ende der Saison warm eingekuschelt zwischen Filterschacht und einer Werkzeugkiste. Doch in der Adventszeit konnte Nebi selten stillsitzen. „Im Dezember braucht jeder Ort ein wenig Licht“, sagte er immer. „Sogar ein Naturerlebnisbad.“
Also schlüpfte er eines Abends aus seinem Versteck, zog seine selbstgestrickte Zipfelmütze fest über die Ohren und begann seinen Rundgang durchs Bad. Die Bäume rund um den See knirschten im Frost. Nebi pustete eine kleine Wolke Atem in die Luft – sie sah fast aus wie ein Gebet. Als er am Steg entlangging, blieb er plötzlich stehen. Mitten auf den Brettern lagen vier Fackeln. „Wo die wohl hierherkommen?“ fragte sich der Wichtel. „Licht im Dunkeln“, murmelte er. „Das passiert nicht ohne Grund.“ Er hob die Fackeln auf und zündete die erste an – so, wie er es als kleiner Wichteljunge von seiner Großmutter gelernt hatte. „Ein Licht, das weitergegeben wird, verliert nichts“, pflegte sie zu sagen. „Es macht nur größer, was gut ist.“
Mit der brennenden Fackel stapfte Nebi weiter. Beim Kiosk steckte er sie in die Erde und sprach leise: „Für alle, die hier arbeiten, damit andere Freude haben. Möge es ihnen warm ums Herz werden.“ Dann brachte er die zweite Fackel zum Sprungfelsen, führte sie vorsichtig die Stufen hinauf und steckte sie dort oben in den Boden. „Für alle, die sich trauen müssen – im Wasser oder im Leben – und manchmal Angst haben, den nächsten Schritt zu machen.“
Die dritte Fackel brachte er an den Rand des Beckens und sagte: „Für alle Familien, die hier den Sommer genießen, für die Kinder, die lachen, und für die, die in schweren Zeiten ein bisschen Trost brauchen.“ Und jedes Mal, wenn er eine der Flammen weitergab, flackerte sie hell auf, als würde sie das Gesagte verstehen.
Als Nebi schließlich wieder am Eingangstor stand, hatte er noch eine letzte Fackel übrig. Sie war klein, ihre Flamme war zart wie ein Funken Hoffnung. Nebi schaute sie an und murmelte:
„Guter Gott, schenk auch diesem Ort Frieden. Und den Menschen, die hier zusammenkommen, Mut, Freundlichkeit und ein warmes Licht an dunklen Wintertagen.“ In diesem Moment wehte ein leiser Windstoß über das Gelände. Die Flammen der Fackeln flackerten – nicht ängstlich, sondern fröhlich, fast wie ein Antwortlächeln.
Nebi steckte auch die vierte brennende Fackel in einen Kübel mit Erde, schaute zufrieden über das still ruhende Bad und nickte. „Es ist gut“, sagte er leise. „Licht gehört geteilt. Gerade jetzt.“ Dann verschwand er zurück in seinem kleinen Unterschlupf, die Zipfelmütze tief im Gesicht. Und während draußen nach und nach die Sterne über dem Naturerlebnisbad aufgingen, leuchteten Nebis Fackeln in der Dunkelheit – kleine Zeichen der Hoffnung, die jeder sehen konnte, der in dieser Adventszeit mit offenen Augen vorbeiging.
Und vielleicht, so sagen manche, kann man in der Nacht einen winzigen Schatten über den Steg im Bad huschen sehen. Keinesfalls unheimlich, sondern tröstlich. Ein kleiner Wichtel, der daran erinnert: Auch ein einziger Funke kann einen ganzen Abend heller machen.






